3 Fakten zur Rebsorte Garnacha!

tempranillo crianza
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Beschäftigt man sich näher mit spanischen Weinen, so kommt man um die Rebsorte Garnacha nicht herum. Auch wenn die Traube auf den ersten Blick im Schatten des Tempranillo unterzugehen vermag, entgeht dem interessierten Weintrinker nicht, dass auch diese Rotweinsorte einen hohen Stellenwert genießt. In diesem Beitrag beschäftigen wir uns mit der Rebsorte Garnacha und betrachten 3 interessante Fakten.

1. Garnacha hat viele Namen!

Die rote Traube hat etliche Namen. Alleine Wikipedia listet über 100 verschiedene Synonyme für ein und dieselbe Rebsorte! Eine Erklärung für die beträchtliche Vielfalt an Bezeichnungen mag daher rühren, dass die Traube in zahlreichen Regionen dieser Welt angebaut wird. Als Zahl sei hier eine kultivierte, geschätzte Rebfläche von mindestens 240.000 Hektar genannt.

Wir ersparen uns an dieser Stelle eine Auflistung aller Namen, sondern konzentrieren uns auf die Wichtigsten. Neben Garnacha wird die Rebsorte in Frankreich Grenache genannt. Auf Sardinien ist sie als Cannonau bekannt und in der Toskana als Alicante.

Fürs erste reicht es aber vollkommen aus sich Garnacha für Spanien und Grenache für Frankreich zu merken.

2. Aus der Rebsorte werden französische Spitzenweine hergestellt!

Die Traube bildet einen elementaren Bestandteil, von einigen der teuersten und hochwertigsten Tropfen auf der Welt. Allem voran hat hier das französische Weinbaugebiet Châteauneuf-du-Pape, einen erheblichen Einfluss. Dieses Gebiet breitet sich entlang der südlichen Rhône aus. Dort werden in guten Jahrgängen französische Spitzen-Cuvées hergestellt. Deren Basis ist dabei immer Grenache, mit einer Kombination aus Syrah und/oder Mourvèdre (Monastrell). Vereinzelte Weingüter sind sogar dazu übergegangen ihren Châteauneuf-du-Pape mit 100% Grenache auszubauen! Angesehene und bedeutende Erzeuger sind beispielsweise die Châteaus Beaucastel, La Nerthe oder Rayas.

3. Wie schmeckt Garnacha?

Ein entscheidender Grund warum Garnacha gerne als Cuvée Traube verwendet wird, ist sicher die Eigenschaft alkoholreich und trotzdem weich zu sein. Dieses Attribut ermöglicht es konträre Sorten wie Tempranillo beizumischen und einen ausgewogenen Wein zu kreieren. Denn im Gegensatz zum Tempranillo, ist Garnacha ausgesprochen tanninarm und von blasser Farbe. Je nach Anbaugebiet können sich Geschmäcker und die Struktur der Weine unterscheiden. Mal entwickeln die Trauben mehr, mal weniger komplexe Aromen. Gerade in der alten Welt, wie Frankreich, entstehen edle Tropfen mit komplexen Aromen. Diese können z.B. Anklänge von getrocknetem Oregano oder Tabak enthalten. Die Palette an würzigen Aromen kann dabei auch Zimt, Kaffee oder Pfeffer umfassen. Was die Weine aber grundsätzlich gemeinsam haben, ist die Entwicklung fruchtiger Primäraromen.

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