Was bei der Lagerung von Rot- und Weißwein zu beachten ist!

Rotwein lagern, aber wie? Im Rahmen des heutigen Beitrags möchte ich die Gelegenheit nutzen, einem geschätzten Blogger Kollegen – Wein Verstehen – als Medium zur Verfügung zu stellen. Tobias hat sich die Mühe gemacht einen umfangreichen Artikel, rund um das Thema „Lagerung von Rot- und Weißwein“ zu schreiben. Entstanden ist ein lesenswerter und informativer Leitfaden, der wertvolle Tipps und grundlegende Fakten wiedergibt. Nachdem du diesen Beitrag gelesen hast, werden keine Fragen zum Rotwein lagern mehr offen sein, falls doch bitte ich dich die Kommentarfunktion zu nutzen.

Weinherstellung Schritte
© Shchipkova Elena – Fotolia.com

Gastbeitrag von Tobias:

Der Wein ist ein Kulturprodukt. Er wird für festliche Anlässe genutzt, einfach mal zur Entspannung ein Glas genossen oder Du bist ein absoluter Weingenießer, der gern seine ganze Vielfalt kennen und schätzen lernen möchte.

Es gibt unglaublich viele Arten mit den unterschiedlichsten Geschmacksrichtungen. Um ihn wirklich genießen oder erschmecken zu können, erfährst Du hier alles über die richtige Weinlagerung.

In diesem Artikel zeige ich Dir, was bei der Lagerung von Rot- und Weißwein zu beachten ist.

Wein als Genussmittel

Obwohl es mittlerweile auch alkoholfreie Weine gibt, ist es in seinem Ursprung ein alkoholisches Getränk aus vergorenem Saft der Weinrebe.

Er gilt deshalb als Genussmittel. Es gibt hauptsächlich Rot- und Weißweine. Auch Roséwein ist sehr beliebt. Die zahlreichen biochemischen Reifeprozesse in ihrer hohen Komplexität können dazu führen, dass richtig gelagerte Weine jahrzehntelang reifen und haltbar sind.

Übrigens sind durch die Kultivierung des Weinanbaus in den dafür am besten geeigneten Gebieten beeindruckende Weinberge entstanden. In der Geschmacksentfaltung spielen diese Anbaulandschaften eine wichtige Rolle.

Nach der Herstellung ist das „Wein lagern“ der nächste wichtige Punkt für den optimalen Genuss.

Pinot Noir Pfalz Philipp Kuhn Kirschgarten GG 2012 Review Spätburgunder
Rotwein lagern, aber richtig!

Ideale Bedingungen für die Weinlagerung

Grundsätzliche Idealbedingungen für die Lagerung von Wein sind ein kühler feuchter Keller, der geruchsneutral, dunkel und erschütterungsfrei ist.

Die Durchschnittstemperatur sollte 10 bis 12 Grad Celsius sein. Abhängig von der Art des Verschlusses ist liegend oder stehend möglich. Bei Naturkorken musst Du die Flaschen unbedingt liegend lagern. Weil aber heute immer mehr Plastikkorken oder Schraubverschlüsse angewendet werden, ist es in diesen Fällen auch stehend kein Problem.

Was immer wieder auftaucht, ist die Frage, ob Du liegend gelagerten Wein regelmäßig drehen solltest. Darüber gibt es auch unter den Experten unterschiedliche Meinungen.

Die einen sagen … niemals und die nächsten sagen … regelmäßig. Das Drehen wäre einzig erklärbar mit der Vermeidung von Weinstein, wobei aber die Steinbildung keine zwingende Qualitätsminderung des Weines bedeutet. Es ist lediglich ein Hinweis darauf, dass der Wein nur unzureichend chemisch (durch Metaweinsäure) oder physikalisch (durch Kälte) stabilisiert wurde. Er entsteht also nicht wegen der Weinlagerung.

So lagerst Du Deinen Wein

Hast Du einen Keller mit den oben genannten Bedingungen, ist der ideale Platz für Dein Weinregal gefunden.

Allgemein gilt es, keine größeren Schwankungen der Luftfeuchtigkeit, der Dunkelheit oder der Temperatur zu haben. Du solltest den Wein auch nie im Karton oder einer anderen Verpackung lagern, da selbst diese sich auf den Geschmack übertragen.

Nun hat vielleicht nicht jeder einen solchen Keller, aber Du brauchst trotzdem nicht auf Deinen kleinen Weinvorrat zu verzichten. Auch in der Wohnung findet man oft einen kleinen Platz. Vielleicht in der Küche in einer etwas dunkleren Ecke ohne große Temperaturunterschiede oder, so seltsam es klingen mag, im Schlafzimmer unter dem Bett ist immer Platz, um ein paar Flaschen Wein lagern zu können.

Wenn all das nicht möglich ist, dann gibt es immer noch die alternative Weinlagerung.

Alternative Weinlagerung mit einem Weinkühlschrank

Zigarrenliebhaber lagern Ihre edlen Stücke in einem Humidor. Das kann eine kleine „Schatulle“ sein, ein kleiner „Schrank“ oder er ist sogar von innen begehbar. Hauptsache die Idealbedingungen an Luftfeuchtigkeit, Temperatur und Dunkelheit sind geschaffen.

Genauso verhält es sich mit einem Weinkühlschrank. Er ist die optimale Alternative zur Schaffung der Idealbedingungen für Deine Weinlagerung.

Ob Du ihn Weinklimaschrank oder Kühlschrank nennst, ist Dir überlassen. Jedenfalls kannst Du damit die Bedingungen schaffen, Deine Lieblingsweine kurz-, mittel- oder langfristig zu lagern.

Viele Weine, besonders die qualitativ hochwertigeren, kannst Du über Jahrzehnte lagern. Er reift mit den Jahren und das Geschmackserlebnis wird immer größer.

Tipp: Von einem guten Wein kaufst Du Dir einen größeren Vorrat, lagerst ihn ein, und öffnest jedes Jahr eine nächste Flasche davon. Du wirst den Unterschied spüren.

So funktioniert der Weinkühlschrank

Besonders hochwertige Weine benötigen noch zusätzliche „Umweltbedingungen“ bei der Lagerung.

Zum Beispiel möchte es der Weißwein gern etwas kühler als der Rotwein haben und der Rosé liegt gern irgendwo dazwischen. Deshalb reicht auch ein Weinkeller manchmal nicht aus und Du musst als potentieller Weingenießer einen speziellen Lagerort, genau diesen Kühlschrank besitzen.

Es gibt viele Hersteller, die verschiedene Modelle anbieten. Unter den folgenden Gesichtspunkten wählst Du den für Dich passenden aus.

  • Wie viel Wein willst Du lagern?
  • Soll es Rot- oder Weißwein sein, oder gemischt?
  • Welchen Platz hast Du für den Schrank zur Verfügung?

Weinkühlschränke stehen nicht so oft in Läden rum wie beispielsweise Kaffeeautomaten. Deshalb informiere Dich im Internet über Testberichte zu Weinkühlschränken oder in Fachgeschäften. Dort berät man Dich gern über den Aufbau und die Funktion eines solchen „Weintemperierschranks“.

So kannst Du nach Deinen Bedürfnissen auswählen und beruhigt Wein lagern.

Deine Checkliste für den Kauf eines Weinkühlschranks

Idealerweise machst Du Dir gedanklich oder gar schriftlich eine kleine Checkliste.

  • Miss den Platz aus, wo der Schrank stehen soll.
  • Welche Lieblingssorte (rot, rosé oder weiß) hast Du?
  • Wie viel verschieden Temperaturbereiche brauchst Du für die Weinlagerung?
  • Wie groß sind die unterschiedlichen Bereiche?
  • Kannst Du sie variieren?

So kann Dich der Fachmann am besten beraten oder Du hast die richtigen Anhaltspunkte für die Recherche im Internet.

Du siehst, Wein lagern ist nicht einfach nur kaufen und irgendwo hin stellen. Mit einem Weintemperierschrank bist Du auf der sicheren Seite und kannst Dir gewiss sein, dass Du durch die richtige Weinlagerung nicht einfach nur Wein trinkst, sondern dass das Trinken eines gut gelagerten und nachgereiften Weines nicht nur ein Genuss, sondern auch ein Erlebnis wird.

Über den Autor:
Dies ist ein Gastbeitrag von Tobias. Als Initiator von mehreren Weinblogs dreht sich der Tag von Tobias stets um das Thema Wein. Aus einem Hobby entstanden, mit einem Weinlager in der eigenen Garage hat sich das anfängliche Interesse für gute Weine zu einem leidenschaftlichen Hobby entwickelt. Für seine Website www.weinkuehlschrank-tests.com verfasst Tobias regelmäßig Beiträge zum Thema Wein. Besonders gern berichtet er von der optimalen Weinlagerung und gibt Tipps zur richtigen Weinverkostung.

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*