Weinsorten Deutschland: 3 Fakten zu deutschen Rebsorten!

Weinsorten Deutschland

 

Beim Thema Weinsorten Deutschland hat sich in den letzten Jahren einiges getan. Eine stetig steigende Qualität, innovative Winzer die ihren Weinen ein freches Gewand verpassen und ein hochwertiges Angebot sprechen für sich. Egal ob du eher fruchtig, leichte Weißweine oder lieber elegante Rotweine bevorzugst. Deutsche Weine bieten für fast jeden Geschmack eine passende Wahl. Ein entscheidender Aspekt für dieses breite Angebot, ist sicherlich die Fülle an unterschiedlichen Rebsorten im deutschen Weinbau.

Welche Rebsorten dabei in Deutschland kultiviert werden ist ein wachsendes Resultat, welches sich historisch, im Laufe der Zeit, nach und nach entwickelt hat. Dabei fußten die ausschlaggebenden Entscheidungen, auf das Zusammenspiel entscheidender Faktoren, wie die Lage des Weinbergs, die Beschaffenheit des Bodens und natürlich das vorherrschende Klima. Unter der Berücksichtigung aller Faktoren und einem enormen Erfahrungsschatz, werden in Deutschland Weinsorten von internationaler Bedeutung kultiviert. Grund genug uns etwas genauer mit den verschiedenen Weinsorten in Deutschland zu befassen. Im nachfolgenden Beitrag erhältst du 3 interessante Fakten und wertvolle Hintergrundinformationen zu Weinsorten Deutschland.

1. Riesling ist der König der weißen Rebsorten!

Von den annähernd 140 deutschen Weinsorten genießt wohl keine Traube einen bekannteren und besseren Ruf als der deutsche Riesling. Das spiegelt sich auch in den Zahlen wider, denn die mit Riesling bestockte Rebfläche in Deutschland nimmt allein 23.000 ha ein. Siehe dazu auch die aussagekräftige Grafik weiter unten, in welcher die Riesling Fläche, mit der Rebfläche von Spätburgunder in Deutschland verglichen wird. Damit deutscher Riesling aber sein volles und großartiges Potential entfalten kann, stellt er auch hohe Anforderungen. Nur unter optimalen Rahmenbedingungen entwickelt sich die heranwachsende Traube zum internationalen Spitzenwein. In diesem Zusammenhang sind wärmespeichernde, steinige Hanglagen, entlang der Flüsse ideal. Diese einzigartigen Lagen, geben dem spätreifenden Riesling die kostbare Zeit, die er letzten Endes braucht. Flusstäler wie zum Beispiel Rhein, Ahr, Nahe oder Mosel bieten dafür die besten Gegebenheiten. [DEU-17]

Weinsorten Deutschland
Riesling und Spätburgunder in Relation zur Gesamtrebfläche in Deutschland [DEU-17]

2. Spätburgunder das rote Pendant zum Riesling!

Das rote Gegenstück zum Riesling, benötigt viel Aufmerksamkeit und fürsorgliche Pflege im Weinbau und macht es den Winzern deshalb nicht immer leicht. Äußere schwer kalkulierbare Einflüsse, wie kräftig wehender Wind, andauernde Trockenheit oder Fäulnis setzen der dünnschaligen Beere schnell zu und können dadurch zu empfindlichen Ertragsminderungen führen. Diese Herausforderungen im Umgang mit der Traube führten im Laufe der Zeit dazu, dass die Weinsorte einen Ruf als buchstäbliche Zicke erhalten hat.

Trotz des kostspieligen, riskanten und fordernden Anbaus von Pinot Noir, liegt der Spätburgunder in Deutschland aber voll im Trend. Die kultivierten Rebflächen in unserer Heimat, haben sich in den letzten Jahren rasch ausgedehnt. So ist seit Anfang der 90er Jahre eine kontinuierliche Zunahme der angebauten Rebfläche zu verzeichnen. Demnach mehrte sich die Spätburgunderfläche, um mehr als 3.000 Hektar. Das hatte schließlich zur Konsequenz, dass inzwischen rund 11.800 Hektar Rebfläche mit der Traube Spätburgunder, kultiviert sind. Das entspricht etwa einem Zehntel, der deutschen Gesamtrebfläche und annähernd der Hälfte der deutschen Riesling Rebfläche. Spitzenreiter in Sachen Spätburgunderanbau ist übrigens Baden, mit knapp 5.500 Hektar Fläche. Damit ist Deutschland nach der USA und unseren Nachbarn Frankreich, der drittgrößte Pinot Noir Hersteller der Welt. Die nachfolgende Grafik verdeutlicht dies bildlich. [BAY-17]

Weinsorten Deutschland
Spätburgunder im weltweiten Vergleich in Relation zu Deutschland, Frankreich und USA [DEU-17]

3. Unter den Weinsorten Deutschland ist die Domina ein Exot!

Bei der nun vorgestellten Domina handelt es sich nicht etwa um eine attraktive Frau, die durch Anwendung sadistischer Bestrafungen ihr Geld verdient, sondern um eine deutsche Rebsorte. Konkret handelt es sich dabei um eine Neuzüchtung, aus den eher bekannten Sorten Blauer Portugieser und Spätburgunder. Der ausgefallene Name leitet sich dabei aus dem lateinischen ab und bedeutet so viel wie „die Herrin des Hauses“. Dieser Bezeichnung macht die Traube alle Ehre, denn in der Weinwelt gilt sie als ausgesprochen herrisch und geradezu dominant in Farbe, Geschmack und Säure. Besonders ihre sehr dunkle intensive Farbe, gilt als charakteristisch und macht die Beere als Zutat im Deckwein interessant. Das bedeutet, dass der Rotwein verwendet wird, um blasse Weine farbintensiver zu gestalten.

Durch ihre dominierende Säure und die Tannin betonte Struktur, hat der Wein zwar seine Fans, wird aber in den meisten Fällen eher polarisieren. Mit gerade einmal 0,4 % Rebfläche im Vergleich zur Gesamt Rebfläche in Deutschland, zählt die Domina eher zu den Exoten unter den deutschen Weinsorten. Am liebsten fühlt sich die Rebsorte jedoch im bayrischen Franken. Dort wurden 2015 in Deutschland rund 380 ha mit der roten Weinsorte bestockt [DEU-17].

Quellen:

[BAY-17] Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau, http://www.lwg.bayern.de/weinbau/rebe_weinberg/070072/index.php, Stand 2012, aufgerufen am 14.03.2017

[DEU-17] Deutscher Wein Statistik; http://www.deutscheweine.de/fileadmin/user_upload/Website/Service/Downloads/statistik_2014-2015.pdf; Stand 2014, aufgerufen am 14.03.2017

Was ist deine Meinung zu Weinsorten Deutschland?

Welche deutschen Weinsorten sind deiner Meinung nach die Besten, Wichtigsten oder Interessantesten? Kanntest du die Rebsorte Domina bereits? Hattest du diese womöglich schon einmal getrunken und willst uns deine Erfahrungen mitteilen? Schreib es in die Kommentare!

2 Kommentare

  1. LEMBERGER,TROLLINER,MUSKATTROLLINGER,GEWÜRZTRAMINER,GRAUBURGUNDER,MUSKATELLER,SAMTROT,WEIßBURGUNDER, das sind alles DEUTSCHE SPITZENWEINE,welche sich vor den Ausländischen Weinen nicht Verstecken müssen. Die muss man einfach mal probiert haben und sie werden es schmecken,daß es in Deutschland auch Superweine gibt.

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