Das perfekte Gruseldinner

Wenn sich am 31. Oktober Graf Dracula, Jack the Ripper, Frankenstein und Co. zum gemeinsamen Abendessen treffen gibt es ein Dinner der ganz besonderen Art: Ein unheimliches Gruseldinner. An Halloween sind die Tische reich gedeckt mit den abscheulichsten Snacks. Von abgetrennten, blutigen Gliedmaßen über herumkullernde Menschenaugen und sich windenden Wurmeintopf, bis hin zu verschimmelten Brot. Dabei ist das furchterregende Ambiente dem Anlass entsprechend fantasievoll und kreativ angepasst. Bereits im verwilderten Vorgarten des Anwesens graben sich hungrige Zombies und groteske Untote einen Weg aus ihren Gräbern, um ebenfalls an besagtem Gruseldinner teilnehmen zu können.

Gruseldinner Zombie
Ganz recht, auch Zombies sind herzlich zum Gruseldinner eingeladen!

Endlich an der quietschenden Haustür angekommen, muss sich der Gast zunächst durch klebrige Spinnweben kämpfen und um Einlass bitten. Eine gebeugte Kreatur, deren Gesicht im gedämpften Licht nicht erkennbar ist, nimmt die Jacken und Mäntel der Gäste entgegen und hängt diese an eine knöcherne Garderobe. An den Wänden führen geheimnisvolle Schatten, im matten Kerzenschein, einen unheimlichen Tanz auf und aus unsichtbaren Lautsprechern ertönt ein schauriges Klavierspiel. „Fast wie zu Hause“, gibt Graf Dracula anerkennend zum Besten und greift beherzt zu seinem Kelch, der mit einer blutroten Flüssigkeit gefüllt ist.

Der perfekte Wein zu Halloween

So oder so ähnlich könnte ein gelungener Halloweenabend ablaufen. Damit aus einem netten Abend aber ein perfektes Gruseldinner wird, ist es wichtig auf die Details zu achten. Denn neben einer gruseligen Kulisse und schaurig, leckeren Halloween Snacks dürfte die Mehrheit der Leser dieses Blogs, vor allem die Auswahl der Weine interessieren. Aus diesem Grund möchte ich dir drei Halloween Weine vorstellen, die auf keinem Gruseldinner fehlen dürfen.

Vampire Merlot 2013

Vampire Merlot 2013 Gruseldinner
Vampire Merlot 2013 – Graf Draculas Lieblingswein!

Wenn es nach Graf Dracula höchstpersönlich ginge, wäre dies wohl der perfekte Rotwein an Halloween. Zwar enthält der blutrote Tropfen als Rebsorte nicht A positiv, dafür aber 100 % Merlot aus Kalifornien. Solltest du allerdings nicht zum erlauchten Kreis der Blutsauger gehören und sowohl einen komplexen als auch tiefgründigen Rotwein erwarten, wirst du hier wohl eher enttäuscht werden. Gibst du dich allerdings mit einem einfachen, leichten Rotwein zufrieden, der auch zu Pizza oder Pasta gereicht werden kann und ein gruseliges Label hat kannst du hier beherzt zugreifen.

Fun fact: In Los Angeles – genauer in Beverly Hills – gibt es eine Vampir Lounge. Dort können alle Weine des Produzenten verkostet und erworben werden. Vielleicht sehe ich mir das bei meinem nächsten LA Besuch einmal an. Bitte schreibt in die Kommentare ob euch das interessiert.

Zombie Zin Zinfandel

Zombie Zin Gruseldinner
Zombie Zin aus Kalifornien! Dafür stehen selbst die Toten aus Ihren Gräbern wieder auf!

Doch auch die Untoten und Zombies aus dem Vorgarten dürfen beim Gruseldinner nicht zu kurz kommen. Der Zombie Zinfandel ist hierfür der perfekte Rotwein, das lässt schon das gruselige Etikett erkennen. Das für den Rotwein verlesene Traubengut stammt aus Kalifornien und besteht zu 95 % aus Zinfandel und zu 5 % aus Syrah. Gereift ist der edle Rebsaft anschließend im Stahltank und im amerikanischen Eichenfass. Der Zombie Zinfandel präsentiert sich in einer dunkelroten, fast schwarzen Farbe. Im Gegensatz zum Vampir Rotwein, zeigt sich der Zombie Zinfandel deutlich komplexer und allgemein anspruchsvoller im Glas. Reife, schwarze Beeren und eine feinkräutige Note runden das Bouquet dieses Weins ab. Im mittellangen Abgang gesellen sich Pfeffer und eine brise Zimt zu den genannten Aromen.

2013 The Prisoner

The Priosoner Gruseldinner
The Prisoner aus Kalifornien, ein wahres Kraftpaket!

Zombies und Vampire wären an Halloween also versorgt, doch was ist mit den kettenrasselnden Gefangenen aus den unteren Verliesen? Ein gewiefter Gastgeber überlässt nichts dem Zufall und hat auch für diese Gäste den passenden Rotwein parat. Zum Beispiel eine Cuvée aus dem Napa Valley in Kalifornien. Zugegeben, mit 15.5% vol. Alkoholgehalt dürfte der Rotwein, the prisoner, nicht jedermanns Sache sein, wer sich aber darauf einlässt hat einen großartigen Begleiter zu deftigen Fleischgerichten oder reifem Käse.

Das verwendete Traubengut des kalifornischen Rotweins besteht zu 44% aus Zinfandel, 20% Cabernet Sauvignon, 18% Petite Sirah, 16% Syrah und 2% Charbono (Bonarda). Durch den hohen Alkoholgehalt hinterlässt die Flüssigkeit beim schwenken des Glases klar sichtbare Schlieren (Kirchenglasfenster) am Rand und präsentiert sich dabei purpurn mit einem undurchdringlichen, schwarzen Kern. In der Nase sind neben fruchtigen Noten nach Himbeeren und Kirsche, Röst- und Kaffeearomen präsent. Am Gaumen zeigt der Rotwein dann seine wahre Kraft und kommt druckvoll und mit einem lang anhaltenden Finale zum Abschluss.


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